B o u n t y





Rasse: Australian Shepard Hündin

Geboren: 7. Dezember 1997

Handicap: an der rechten Vorderpfote fehlen 2 Zehen, dadurch humpelt sie. Sie war ein Angsthund.

Bounty wurde von uns am 20. Dezember 2005 als Pflegehund übernommen.

Nach 2 Tagen (eigentlich von Anfang an)hatte unser Prinzesschen uns so um die Pfote gewickelt, dass wir sie nicht mehr hergeben konnten.

Vorgeschichte:





Bounty ist mit ihrem Bruder auf einem Reithof in Deutschland aufgewachsen. Die ersten 3 Jahre wohl freilaufend, die folgenden 3 Jahre wurde sie mit ihrem Bruder in einer Pferdebox eingesperrt.

Futter und Wasser gab es ...

Dann sind Bounty und ihr Bruder zu einem Ehepaar gezogen, aber dort kam nach einem Jahr ein Säugling dazu. Da Bounty und ihr Bruder sehr ängstlich gewesen sind, waren die Leute nach einem weiteren Jahr mit der Situation überfordert und wollten die Beiden einschläfern lassen damit sie nicht ins Tierheim müssen.

Meine Vermutung ist, dass sie früher geschlagen wurde und Dinge hinterher geschmissen wurden. Sie steht Wasser auch heute noch skeptisch gegenüber, wenn man damit rumhantiert, das gilt ebenfalls auch für Handy und Fotoapparat, die dann auch noch Geräusche von sich geben.

Einzug in unsere Familie




Als Icebärchen und ich Bounty im Garten einer Bekannten kennenlernten, sah ich ein zutiefst verunsichertes kleines Plüschmäuschen.

Sie verkroch sich im Gebüsch und schaltete ab.

Eine andere Bekannte hatte sie bei ihren Besitzern abgeholt und somit hatte Bounty schon eine ganz schön lange Reise hinter sich als ich sie entgegen nahm.

Als ich sie vorsichtig da raus geholt hatte, suchte sie langsam Kontakt und Schutz bei mir. Icebärchen war vorsichtig mit ihr. Wir sind dann nach Hause gefahren.

Als mein Freund abends nach Hause kam, sah er die großen Augen, als sie hinter dem Sofa hervorkam um zu sehen, wer da gekommen war. Und schwupps war sie wieder weg.

Er hat sie mit Wurst verwöhnt und lag dann den ganzen Abend auf dem Boden bei der kleinen Maus und hat sie gestreichelt und gekrabbelt. Da hatte sie eigentlich schon gewonnen.

Da Icebärchen kaum Angst vor irgendwas hat, konnte Bounty sich sehr viel von ihm abschauen.

Besonders fremde Menschen sind nicht gefährlich und fressen keine kleinen Hunde :-)

Sie hat sich lange angeschaut, dass Bärchen immer lebend von Begegnungen mit fremden Menschen wieder kam, bis sie auch mal hin ist. Heute bettelt sie die Leute auch nach Streicheleinheiten selber an.

Erfahrung mit einer Hundeschule



In die Hundeschule geht Bounty total gern, nachdem sie festgestellt hatte, dass es dort sehr lustig ist (man wird ja immer mit Leckerchen belohnt).

Am Anfang hatte sie sich aus Angst, etwas falsch zu machen, lieber gleich auf den Rücken geschmissen.

Man durfte sie auch nicht lauter oder strenger rufen, dann hatte sie sich aus ihrem Körbchen nicht mehr rausbewegt. Heute ist sie total aus dem Häuschen, wenn sie arbeiten darf und dreht völlig auf.

Mittlerweile muss man sie anleinen, wenn man mit Bärchen üben will, da sie sonst immer dazwischen hängt und förmlich "ich auch, ich auch" schreit. Wenn sie dann dran ist, wird sie zum Turbomäuschen und Balljunkie.

Vergleich "normaler" Hund und Handicap Hund (gehbehindert + Angsthund) und das tägliche Zusammenleben





Bounty kann nicht so lange Strecken laufen, ohne dass sie dann völlig fertig ist.

Für sie reichen 20 - 30 Minuten pro Spaziergang.

Bei ihr bin ich sehr gut mit Icebärchens Hilfe und viel Geduld weitergekommen, anfangs noch nicht allzu viel verlangt, sondern erstmal richtig Vertrauen fassen und ankommen lassen.

Danach habe ich Stück für Stück mit ihr gearbeitet.

Sie ist unser Engelchen!

Andrea im August 2007

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