Darko

Name: Darko, Lino oder Zwerg
Rasse: Australian Cattle Dog
Handicap: beidseitig taub
Hobbies: Agility, Spaziergänge am Wasser und Suchspiele


Vorgeschichte:

Ich wollt immer einen Hund und mit diesem etwas Sinnvolles machen, so bin ich zu einer Rettungshundestaffel gekommen.

Das erste halbe Jahr hatte ich keinen eigenen Hund da die Hündin meiner Eltern zu alt war und meine Eltern keinen weiteren Hund wollten.



Nachdem ich ein halbes Jahr bei der Staffel war wollt ich doch einen eigenen Hund und begann mich umzusehen was für einer geeignet wäre. Ich wollte einen Arbeitshund aber keinen reinen Bordercollie, die waren mir zu durch geknallt.

Über einen Hundefutterladen bin ich dann auf den Bruder von Darko und somit auf die Rasse Australian Cattledog aufmerksam geworden. Nachdem die Besitzerin gesagt hatte, dass es da noch einen Bruder beim Züchter gibt bin ich am nächsten Tag hin gefahren und fünf Tage später hatte ich meinen Hund.

Ausbildung:

Darko war in der Ausbildung immer recht unkompliziert da er sich oft an der Hündin meiner Eltern orientierte.

Das einzige Problem war das Abrufen, er kam einfach nicht wenn ich nach ihm rief. Das hab ich lange einfach als Sturheit bezeichnet und mich darüber aufgeregt.

So ist uns eineinhalb Jahre nicht aufgefallen, dass Darko taub ist! Es kam uns erst etwas seltsam vor, als mein Vater mit ihm mit einem Hartgummiball gespielt hat und Darko jedes mal der angetäuschten Wurfrichtung nachgerannt ist anstatt auf das Geräusch zu achten.

Das kann ja 2 oder 3-mal sein aber nicht 5 oder 6-mal. Also probierten wir etwas rum und kamen auf die Idee dass mit seinem Gehör etwas nicht stimmen muss.

Beim Recherchieren wurde dieser Verdacht bestätigt. Da wir zu diesem Zeitpunkt in der Ausbildung kurz vor der Flächensuchprüfung standen hab ich nichts gesagt und wir haben die Prüfung mehr schlecht als recht bestanden aber wir haben sie!

Nach einigen Einsätzen und ca. einem weiteren Jahr in einer anderen Rettungshundestaffel musste ich dieses Hobbie aus Zeitgründen aufgeben. Da Darko aber weiter beschäftigt werden wollte schauten wir nach einer Alternative und landeten beim Agility.

Umgang mit der Taubheit:

Diesmal hab ich aber gleich nach einem Trainer gesucht der bereit war einen tauben Hund auszubilden und so wenig Unterschiede wie möglich zu den hörenden Hunden macht.



Dies fand ich zum Glück sehr schnell.

Wir haben das erste halbe Jahr einen Grundkurs gemacht und weil es Darko total Spaß macht sind wir dann ins offene Training gewechselt.

Da für den Start bei Turnieren eine Begleithundeprüfung nötig ist haben wir nach dem Grundkurs, parallel zum Agilitytraining auch Begleithundetraining gemacht und nach kurzer Zeit die Begleithundeprüfung abgelegt und bestanden.

Momentan sind wir im offenen Agilitytraining und besuchen ab und an mal ein Turnier um zu schauen ob Frauchen jetzt schnell genug geworden ist.

Darko ist pfeilschnell und wenn ich schnell genug am richtigen Ort steh schaffen wir es einen Parcours ohne Fehler zu absolvieren. Wir haben ach schon Seminare besucht und dort sehr viel mitgenommen, bei all dem ist es mit sehr wichtig, dass Darko wie ein ganz normaler Hund behandelt wird denn er ist nicht krank, er hört nur nichts.

Seine Taubheit ist für mich auch keine Entschuldigung falls mal was nicht so klappt wie es soll.

Beschäftigung:

Neben dem Agility beschäftige ich ihn oft mit Nasenspielen aller Art, dabei verteil ich z.B. ein bis drei Futterdummys auf einer Wiese, in Gräben oder auf unteren Ästen von Bäumen stell mich dann ans Ende der Wiese und lass ihn suchen.

Zuhause hat er diverse Holz und sonstige Geschicklichkeitsspiele.

Zuhause:

Wenn wir Zuhause sind schau ich, dass er nicht alleine im Zimmer bleibt bzw. die Möglichkeit hat mir zu folgen.

Wenn er alleine ist schau ich darauf, dass er ein Fenster zum raus schauen hat.





Beim Musik hören, an Silvester oder sonstigen Partys ist die Taubheit sogar von Vorteil, er bekommt den Lärm nicht mit und hat deshalb keine Angst und man muss darauf keine Rücksicht nehmen.

Zusammenfassung:

Eigentlich ist Darko ein ganz normaler Hund, er hört nur nichts und wenn ich nicht möchte, dass man es ihm bzw. uns anmerkt merkt es auch keiner.

Das beste Beispiel hierfür ist eine Begleithundeprüfung bei der wir außer Konkurrenz mitgelaufen sind.



Als wir auf den Platz gelaufen sind wusste der Richter von nichts und hat uns ganz normal, wie jedes andere Team auch angeschaut.

Nach ca. der Hälfte der Übung hat der Trainer ihm gesagt das ich so deutliche Hilfen geb weil der Hund taub ist, das hat der Richter nicht geglaubt.

Er hat sich nach Beendigung der Übung selbst davon überzeugen müssen, dass Darko wirklich nicht auf Klatschen oder Schlüsselklimpern hinter seinen Ohren reagiert.

Chrissi im April 2008


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