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F a l k o
Hallo ich bin Falko, ein stattlicher 14 Jahre alter Schäferhund, der bestimmt schon über die Regenbogenbrücke gegangen wäre, wenn meine Dosenöffner meinen Lebenswillen nicht gespürt hätten.
Der Doktor hat vor einigen Jahren festgestellt, dass ich Spondylose habe.

Dies ist zum ersten Mal vor rund 2 Jahren das erste mal richtig zu sehen gewesen.
Von heut auf morgen konnte ich nicht mehr allein aufstehen und auch das Pinkeln ging gar nicht mehr.
Ich hab da so einen eigenartigen Schlauch in mein wichtigstes Körperteil bekommen und so konnte ich wenigstens meinen Druck loswerden.
Spaß hat es mir aber überhaupt keinen gemacht und so hab ich meine ganze Kraft zusammen genommen und mich kräftig angestrengt.

Damals wurde ich noch von meiner alten Jugendliebe Cora unterstützt und hab mich wieder berappeln können.
Nun hat es mich dieses Jahr im Januar wieder ganz bös erwischt.
Ich konnte zwar selber pinkeln, aber meine Hinterbeine waren plötzlich kaum noch spüren.
Es hatten alle große Angst um mich und ich auch!

Mittlerweile hab ich eine neue Liebe gefunden, nachdem meine Cora letzten Sommer über die Regenbogenbrücke gehen musste, und vor dem neuen jungen Hupfer konnte ich doch nicht auf einmal als kranker alter Mann da stehen!
Mein Ego war schwer angegriffen und mein Herrchen, der mich dann immer mit dem Badehandtuch um meine Hüften geschlungen halb raus tragen musste, dank meiner männlichen 42 kg auch bald am Ende seiner Kräfte.
Innerhalb der Wohnung kam ich dank ausgefeilter Rutschtechnik bald schneller zur Küche als meine Dosenöffner.
So konnte es auf keinen Fall weiter gehen!

Der Rollwagen musste her und zwar schnell!
Denn ich wollte leben und auch was vom Leben haben und nicht nur mal 5 Minuten vor die Tür und ansonsten in der Wohnung liegen.
Ich hab mich vom ersten Moment im Rollwagen super wohl gefühlt und bin gleich mutig vorwärts gestapft.
Endlich war ich wieder mobil und konnte meiner neuen Freundin mein Revier zeigen.

Die kleinen und großen Geschäfte erledige ich im Übrigen mit Bravour von meinem Wagen aus und werde seitdem liebevoll Rollmops" genannt.
Nachdem ich mit dem Wagen auch meine Selbstsicherheit wieder zurückbekommen habe, verteidige ich jetzt meine Freundin Scarlett vor jedem anderen Rüden.
Frauchen findet es nicht ganz so lustig, wenn ich dann im gestreckten Galopp die anderen Rüden wegjage.
Und wehe es steht mir jemand oder etwas im Weg. Das wird dann kurzerhand überrollt oder umgefahren.

Falls ich mal vor lauter Unachtsam- oder Schnelligkeit umfalle, werd ich einfach vom Herrchen im Wagen wieder aufgerichtet, muss mich kurz mal schütteln und weiter geht's.
So schnell lässt sich doch ein Deutscher Schäferhund nicht aus der Fassung kriegen.
Wasserfest ist mein Wagen ja auch und weil ich ja auch zu gern schwimme, musste das ganze Geschoß mit ins Wasser - logisch.
Mein Herrchen war nur nicht so ganz von der Stelle begeistert.
Aber wo ein Wille ist, ist schließlich auch ein Weg bzw. Wasser.

Nach dem ersten Schwimmversuch war ich ganz geschafft aber glücklich und durfte mich in der Wiese zum Trocknen hinlegen.
Wir sind alle so froh und dankbar dass wir den Rollwagen haben und bereuen es keine Sekunde lang!
Endlich kann ich wieder selbstständig durch den Wald, Feld, Wiesen über Bordsteinkanten, Baumstümpfe laufen. Einfach überall wieder dabei sein ist nun mal das schönste.
Meine längste Wanderung war 1 1/2 Stunden lang. Danach war ich zwar hundemüde, aber auch tierisch glücklich - und das nicht nur ich!

Wir können wirklich allen, die ein ähnliches Schicksal wie ich haben nur zu einem Rollwagen raten!
Es ist herrlich wieder am Leben teilnehmen zu können!
Wir sind mittlerweile auch richtig berühmt in unserer Umgebung und haben so manche netten Leute kennen gelernt.
Und alle die finden, dass ich doch so ein armer Hund bin, werden kurzerhand über den Haufen gerannt.
Ich finde alle, die den Mut nicht zu so einem Wagen haben, sind viel ärmer dran als ich, denn sie haben nur noch eine sehr kleine Welt!
Wenn ihr noch mehr wissen wollt meldet Euch einfach.
Wir helfen gerne weiter.
Elke im September 2007
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