I c e b ä r c h e n




Rasse: Australian Shepardmix
Geboren: 4. Februar 2002
Handicap: beidseitig taub

Icebärchen wurde uns am 16. Januar 2005 von einer Pflegestelle im Saarland vermittelt.

Von der Vorgeschichte ist nicht viel bekannt.


Vorgeschichte:

Ice ist als Welpe (5 Monate) im Wald ausgesetzt worden. Tief im Wald angebunden, so dass er nur durch Zufall gefunden wurde. Einem älteren Ehepaar ist der Dackel abgehauen und der hat Ice dort gefunden.

Er war einen Monat im Tierheim und ist dann auf seine Pflegestelle gezogen. Er wurde mit 7 Monaten kastriert und lebte fast 2,5 Jahre in seiner Pflegefamilie.

Einzug in unsere Familie




Da ich Ice schon von Anfang an im Auge hatte seit er in die Vermittlung bei "tauber Hund" reingesetzt wurde, war die Entscheidung klar, als wir uns überlegten, einen zweiten Hund zu unserer damaligen ebenfalls tauben Hündin Lea zu holen.

Da Icebärchen in seiner Pflegestelle eigentlich nur im Rudel mitgelaufen ist, musste ich bei ihm mit der Erziehung bei 0 anfangen. Aber da ich ja unsere Hündin auch schon alleine erzogen hatte, machte mir dies keine Angst.

Er ist total pflegeleicht im Haus. Er konnte von Anfang an (nach der Eingewöhnungzeit) mit unserer Hündin alleine bleiben und ist im Haus sehr ruhig. Er hat auch schnell gelernt.

Er hat erstmal meine Zeichensprache lernen müssen und auch lernen, dass es im Haus auch Verbote gibt( nicht am Tisch betteln usw.).

Bei den Spaziergängen musste er lernen, dass er sich an mir orientiert und immer wieder Blickkontakt sucht.

Erfahrung mit einer Hundeschule



In die Hundeschule bin ich erst mit ihm gegangen, als er die Grundlagen beherrschte, damit er im Gruppentraining unter Ablenkung das Gelernte weiter üben konnte.

Sein Verhalten fremden Hunden gegenüber ist freundlich. Er zeigt ein gutes Sozialverhalten und will eigentlich immer nur spielen - außer er wird angemacht.

Nur an der Leine kann er auch schon mal stinkig werden wenn er aufgeregt ist und mit anderen fremden Hunden nicht spielen darf. Da hilft uns dann das Halti weiter,damit regt er sich nicht so sehr auf . Und ich kann seine Aufmerksamkeit schneller wieder zu mir bekommen.

Vergleich "normaler" Hund und Handicap Hund (taub) und das tägliche Zusammenleben



Es fällt auf, dass er stärker auf Körpersprache und Mimik achtet und darauf reagiert. Durch sein fehlendes Gehör ist sein Geruchssinn ausgeprägter und er reagiert mit Aufmerksamkeit schneller auf Bewegungen, die er sieht, ebenso auch sehr gut auf Erschütterungen(z.B. auf den Boden stampfen).

Icebärchen liebt Fernseh gucken. Er kann sehr gut unterscheiden, ob es ein Mensch, ein Tier oder ein Hund ist! Er erkennt sogar Zeichentrickhunde.Vielleicht auch gerade deshalb, da er zu seiner Taubheit auch eine Einschränkung seiner Sehfähigkeit hat (eine Pupille sitzt etwas tiefer als die andere).

Im täglichen Leben stellt die Taubheit kein Problem dar. Silvester oder Parties sind kein Problem, man nimmt den Hund einfach mit.

Er ist mein Riesen Baby und ein liebenswerter Clown.

Art der Erziehungsmethoden


Die Erziehung eines tauben Hundes läuft über Sichtzeichen, Vibrationen (stampfen auf den Boden) und das Einsetzen von Körpersprache.

Zusätzlich zu den Sichtzeichen werden auch Hörzeichen eingesetzt, damit die Mimik deutlicher ist und um den Leuten zu zeigen, dass man sich um seinen Hund "kümmert" (Hund zurückrufen usw.)

Der Hund muss Hör oder Sichtzeichen erstmal lernen und daher ist es für den Hund kein großer Unterschied was er lernt!

Ich clickere (mit einer LED Taschenlampe) mit Icebärchen ein wenig zu Hause zur Beschäftigung und zum Erlernen von Tricks. Wir arbeiten in der Hundeschule in einer Fortgeschrittenen-Gruppe ohne große Probleme mit. Da Bärchen immer wieder zu mir schaut bei der Arbeit, ist sein Lob ein Nicken meinerseits.

Er macht Unterordnung, Agility (nur so zum Spass, denn er geht den Pacour in seiner Bärchengeschwindigkeit (Trab), Tricks wie Pfötchen geben, Seite legen,Vorausschicken, Voraus mit Nase oder Pfote etwas antippen, apportieren, Steh.

Andrea im August 2007

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