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J e d i
Nachdem wir auf's Land gezogen waren, fehlte uns zu unserem Glück ein Hund, es sollte ein Hund aus dem Tierschutz sein und er sollte älter sein, da es unser erster Hund sein würde.

Wir suchten monatelang in den umliegenden Tierheimen und im Internet, es sollte unbedingt eine schwarze Hündin werden
- stattdessen nahm sich unser
ein weißer Rüde an -> Jedi.
Zu diesem Zeitpunkt etwa 7 Jahre alt (lt. TA 1-2 Jahre älter), linkes Vorderbein wahrscheinlich durch einen Unfall doppelt gebrochen mit dicken Arthrosen, hinterer Wirbelsäulenbereich Cauda Equina Syndrom, dazu noch Spondylose, er eierte so vor uns rum, doch wir merkten es kaum, weil er sich so freute uns zu sehen! Wir waren verliebt...

Uns war nicht klar, was so auf uns zukommen könnte, aber es war auch nicht wirklich wichtig, wichtig war sein fröhliches Gesicht und sein lustiges Benehmen, es sah aus, als ob er sich freute und nur auf uns gewartet hätte.
Wenn ich dann an die Kommentare mancher Leute, sogar Freunde denke..., viele rieten uns ihn wieder zurück zu geben, bzw. ihn zu erlösen!?
Das gespielte dicke Fell macht trotzdem ein schlechtes Gewissen, weil man Dinge sagt, die man niemals sonst sagen würde.

Wir übernahmen mit ihm eine Aufgabe, an der wir in den nächsten Monaten manches Mal fast verzweifelten, die aber auch unendlich lehrreich war und uns zusammenschweißte!
Wir wollten ihm die Schmerzen nehmen, um ihm ein schönes Leben zu bieten, leider war es zu spät ihn operieren zu lassen.
Der Bruch über dem "Handgelenk" ist glatt und ohne Vorkommnisse, dadurch schmeißt er seine Pfote beim laufen nur keck zur Seite.

Der obere Bruch dagegen verursacht die Schmerzen, denn die Elle ist in der Mitte gebrochen und steht diagonal im Raum rum.
Drumherum haben sich viele Arthrosen gebildet, die im das Laufen erschweren.
Durch sein vordergründiges Problem mit dem Vorderbein, blieb uns sein Cauda Equina Syndrom lange verborgen, bis wir eines Tages nach Hause kamen und er sich nicht über den Rücken streicheln lassen wollte.

Wir ließen es röntgen und auch hier wurde uns von einer OP abgeraten, da diese OP eine sehr langwierige und schwierige OP wäre und er einfach zu alt dafür wäre.
Wir konnten nur Schmerzmittel und Zusätze geben, wir versuchten es auch mit Physiotherapie, doch leider fanden wir niemanden der uns auch kompetent begleiten konnte.
Viele Nächte lagen wir wach, doch eines Tages kam Hilfe, wir bekamen einen Tipp von einer lieben Freundin, der im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert ist.

Akupunktur nach TCM, wir fuhren zu einigen Sitzungen dorthin und unsere Ängste wurden ernst genommen.
Nach all den Jahren, jemand der zuhörte und Auswege aufzeigte.
Nun ist Jedi seit letztem Jahr August vergoldet und läuft wieder ohne Schmerzen.

Fast 5 Jahre begleitet Jedi uns schon und oft schau ich in sein Gesicht und denke jeder Tag ist ein Geschenk, dass er so alt werden durfte.
Er will leben und wir kämpfen - mit ihm, für ihn und unsere Liebe füreinander.
Menschen die sich die Zeit nehmen Jedi kennenzulernen, sind oft von seinem Charme eingenommen.
Bei seinen Artgenossen ist er der Oberlehrer, aber bei uns Menschen ist er ein Schmuser ohne Grenzen.
Iris im August 2007
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